Für wen sie geeignet ist, was sie kostet & warum Beratung so wichtig ist
Sie lesen die Speisekarte im Restaurant nur noch mit ausgestrecktem Arm, und kurz darauf schauen Sie wieder ganz normal auf die Straße? Dann kennen Sie das Gefühl, ständig zwischen zwei Welten zu wechseln. Scharf in der Nähe, scharf in der Ferne, aber nie beides gleichzeitig. Hier hilft Ihnen eine Gleitsichtbrille. Für viele Brillenträger ist sie ein echter Gamechanger, gleichzeitig gibt es viele Unsicherheiten: Wie funktioniert eine Gleitsichtbrille überhaupt? Komme ich damit im Alltag zurecht? Und ab wann lohnt sie sich wirklich?
In diesem Beitrag beantworten wir die wichtigsten Fragen. Verständlich, ehrlich und mit viel Erfahrung aus der täglichen Praxis bei Optik Stöckert in Kronach.
Was ist eine Gleitsichtbrille?
Kurz gesagt: Eine Gleitsichtbrille ist eine Brille mit einem einzigen Glas pro Auge, das gleichzeitig für die Nähe, die mittlere Distanz und die Ferne scharfes Sehen ermöglicht.
Im Gegensatz zu klassischen Lesebrillen, die nur einen Sehbereich abdecken, sind in einem Gleitsichtglas mehrere Sehstärken fließend ineinander übergehend verarbeitet. Beim Blick nach unten sehen Sie scharf in der Nähe, beim geradeaus Schauen in mittlerer Distanz, etwa am Bildschirm, und beim Blick nach oben in die Ferne, zum Beispiel beim Autofahren. Von außen sieht eine Gleitsichtbrille dabei aus wie eine ganz normale Einstärkenbrille.
Wie funktioniert eine Gleitsichtbrille?
Viele stellen sich das Gleitsichtglas wie zwei getrennte Bereiche vor, ähnlich einer Bifokalbrille mit sichtbarer Trennlinie. Das ist ein weit verbreiteter Irrtum: Tatsächlich ist der Unterschied zur Bifokalbrille genau das Fehlen dieser Trennlinie.
Im Glas selbst sind drei Zonen kunstvoll miteinander verwoben: unten der Nahbereich zum Lesen, oben der Fernbereich, dazwischen die sogenannte Progressionszone, in der sich die Sehstärke stufenlos verändert. Damit dieser Übergang für Ihr Auge weich und natürlich wirkt, muss das Glas exakt auf Ihre Kopfhaltung, Ihre Pupillendistanz und Ihre individuellen Sehgewohnheiten berechnet werden. Das ist der Grund, warum eine gute Anpassung bei der Gleitsichtbrille so viel wichtiger ist als bei einer einfachen Lesebrille: Sitzt das Glas auch nur wenige Millimeter falsch vor dem Auge, wirken die Randbereiche verzerrt.
Ab wann ist eine Gleitsichtbrille sinnvoll?
Eine Gleitsichtbrille wird etwa ab 40 bis 45 Jahren interessant, wenn das Lesen auf kurze Distanz zunehmend anstrengend wird. Verantwortlich dafür ist die sogenannte Alterssichtigkeit (Presbyopie), ein ganz natürlicher Prozess, bei dem die Augenlinse mit den Jahren an Elastizität verliert.
Ein typisches Anzeichen aus unserer Praxis: Viele Kundinnen und Kunden berichten uns zunächst, dass sie ihre Lesebrille immer öfter absetzen, um kurz in die Ferne zu schauen und sie direkt danach wieder aufsetzen müssen.
Als grobe Faustregel gilt: Ab etwa +1,5 Dioptrien in der Nähe kann eine Gleitsichtbrille den Alltag spürbar erleichtern.
Funktioniert eine Gleitsichtbrille auch bei Kurzsichtigkeit?
Ja, auch kurzsichtige Menschen entwickeln ab einem gewissen Alter zusätzlich eine Alterssichtigkeit. Das Gleitsichtglas gleicht dann beide Sehschwächen gleichzeitig aus: den bestehenden Fernwert und den zusätzlichen Nahzusatz für die Presbyopie. Besonders wichtig ist dabei aber eine noch genauere Vermessung, da zwei Werte exakt aufeinander abgestimmt werden müssen.

Gleitsichtbrille oder zwei Brillen?
Diese Frage beschäftigt viele Kundinnen und Kunden: Reicht nicht auch eine separate Lese- und eine separate Fernbrille? Beide Wege haben ihre Berechtigung, unterscheiden sich aber im Alltag.
Mit zwei getrennten Brillen behalten Sie in jedem einzelnen Bereich ein maximal großes Sichtfeld, müssen dafür aber ständig wechseln, gerade unterwegs oder im Gespräch ist das einfach unpraktisch. Die Gleitsichtbrille erspart Ihnen dieses Wechseln komplett, verlangt Ihren Augen dafür aber eine kurze Eingewöhnung an die seitlichen Übergangsbereiche ab.
In unserer Beratung erleben wir, dass sich Kundinnen und Kunden, die zunächst skeptisch waren, nach der Eingewöhnungsphase nicht mehr vorstellen können, zu zwei Brillen zurückzukehren. Wer sehr präzises Sehen in den Randbereichen braucht, zum Beispiel bei bestimmten handwerklichen oder gestalterischen Tätigkeiten, für den kann in Einzelfällen weiterhin eine zusätzliche Spezialbrille sinnvoll sein.
Wie lange dauert die Eingewöhnung an eine Gleitsichtbrille?
Die Augen und das Gehirn gewöhnen sich bereits innerhalb weniger Tage an das neue Sehen. Vorausgesetzt, die Brille wurde korrekt angepasst und wird von Anfang an konsequent getragen. Ein Irrtum hält sich dennoch hartnäckig: Viele glauben, die Eingewöhnung dauere wochenlang.
Ein paar Tipps helfen dabei zusätzlich:
- Tragen Sie die neue Brille von Anfang an täglich und durchgehend, nicht nur zum Lesen
- Lassen Sie die Brille fachgerecht anpassen, damit die Übergänge exakt zu Ihrer Kopf- und Blickhaltung passen
- Bewegen Sie anfangs bewusst etwas mehr den Kopf statt nur die Augen, um den Nahbereich zu treffen
- Bei anhaltenden Unsicherheiten: Kommen Sie einfach zur Feinjustierung bei uns in Kronach vorbei
Die Vorteile einer Gleitsichtbrille auf einen Blick
Klare Sicht in allen Entfernungen – ohne Brille wechseln zu müssen
Ästhetisch unauffällig, da keine sichtbare Trennlinie im Glas zu erkennen ist
Vielseitig einsetzbar im Alltag, Beruf und in der Freizeit
Hoher Tragekomfort bei einer sorgfältigen, individuellen Anpassung
Die Gleitsichtbrille ist auch als Sonnenbrille oder Arbeitsplatzbrille möglich!

Was kostet eine gute Gleitsichtbrille?
Für eine gute Gleitsichtbrille sollten Sie mit Kosten ab etwa 400 bis 600 Euro rechnen, nach oben offen bei Premium-Gläsern. Der genaue Preis hängt von Glasqualität, Fassung und Ihren individuellen Anforderungen ab.
Eine Gleitsichtbrille ist nämlich nicht gleich eine Gleitsichtbrille. Die Unterschiede in der Glasqualität wirken sich auf Sehkomfort, Eingewöhnungszeit und Haltbarkeit aus. Eine hochwertige Gleitsichtbrille erkennen Sie an einer individuellen Anpassung an Ihre Sehstärke und Kopfanatomie, an präzise berechneten Sehzonen mit weichen Übergängen sowie an modernen Glasbeschichtungen wie Entspiegelung oder Hartlack. Wie sich Markenqualität konkret im Alltag bemerkbar macht, erklären wir auch ausführlich in unserem Beitrag zu Markenbrillen vs. No-Name-Brillen.
Bei Optik Stöckert setzen wir auf Qualität von führenden Glasherstellern wie Rodenstock oder Zeiss. Für langlebige Brillen, die täglich zuverlässig funktionieren. Das mag zunächst nach viel klingen, ist aber vor allem eines: eine Investition in Ihre Lebensqualität, die Sie täglich mehrfach spüren.
Gleitsichtbrillen-Beratung für Kronach, Küps & Umgebung
Bei Gleitsichtbrillen ist eine fachkundige Beratung sehr wichtig, denn jeder Mensch ist individuell, genauso wie seine Augen und Sehbedürfnisse. Wenn Sie unsicher sind, ob sich bei Ihnen bereits eine Alterssichtigkeit bemerkbar macht oder eine Gleitsichtbrille für Ihren Alltag sinnvoll wäre, schauen Sie einfach bei Optik Stöckert in Kronach vorbei, auch ohne vorherigen Termin. Wir nehmen uns Zeit für Ihre Fragen, führen bei Bedarf eine präzise Sehanalyse durch und finden gemeinsam mit Ihnen die passende Lösung.
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